Mittwoch, 21 Dezember 2022 18:30

Verzicht auf den Einsatz konventioneller Energieträger

Für das neue Wohnquartier Rondorf Nord-West wurde von der Amelis in enger Abstimmung mit der RheinEnergie und der Stadt Köln ein innovatives Wärmeversorgungskonzept entwickelt (Foto: Markus Glanbitza – stock.adobe.com). „Wir forcieren damit eine Lösung, die erneuerbare Energien fördert und dazu beiträgt, Wärmeversorgungskosten preisstabil und marktgerecht zu gestalten“, so Amelis-Geschäftsführer Norbert Amand. „Durch den Einsatz von Wärmepumpen zur Wärmeerzeugung wird auf den Einsatz von konventionellen Energieträgern mit lokalem CO2-Ausstoß verzichtet“, ergänzt Mitgeschäftsführer Björn Zimmer.

Mit dem neuen Konzept wird auf das städtische Strategiepapier "Kölner Perspektiven 2030" eingezahlt, nach dem aktiver Klimaschutz vorangetrieben werden und die CO2-Emissionen reduziert werden sollen. Die RheinEnergie plant innerhalb des Neubaugebietes die Errichtung eines ca. 6.000 Meter langen, kalten Nahwärmenetzes („Anergie-Netz“) mit dezentralen Sole-Wasser-Wärmepumpen. Für die Verbindung des Wasserwerkes mit dem Neubaugebiet soll eine Grundwasserleitung verlegt werden. Aufgrund der geringen Netztemperaturen entstehen auf diese Weise anders als bei herkömmlichen Wärmenetzen keine Netzverluste.

Gewünschtes Ergebnis: Der Energiebedarf wird deutlich reduziert. Bevor es jedoch wirklich losgehen kann, muss das Konzept von Amelis und RheinEnergie die Zustimmung der Aufsichtsbehörden haben. Jedes Gebäude soll einen eigenen Hausanschluss an das kalte Nahwärmenetz erhalten, das mit Grundwasser aus dem nahegelegenen Wasserwerk Hochkirchen gespeist werden soll. Über vorhandene Brunnenkapazitäten sollen die Wassermengen über eine Druckerhöhungsanlage in das Neubaugebiet geleitet werden. Insgesamt würde nach Fertigstellung jährlich eine Wassermenge von ca. 2.5 Mio. m³ Grundwasser gefördert.

Das Grundwasser hat ganzjährig eine Temperatur von ca. 12 Grad Celsius. Die im Grundwasser vorhandene Anergie (Umweltwärme) kann als Wärmequelle für die dezentralen Sole-Wasser-Wärmepumpen genutzt werden. Die Wärmepumpen würden damit stets über eine konstante Wärmequelle verfügen, wodurch hohe Jahresarbeitszahlen und eine höhere Energieeffizienz als bei Referenztechnologien (z.B. Luft-Wasser-Wärmepumpen) erreicht werden könnten.
Durch die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern könnte auch ein Teil des für die Wärmepumpen erforderlichen Strombedarfs eigenständig erzeugt werden. Mit dem Beschluss der Leitlinien zum Klimaschutz durch den Stadtrat aus März 2022 sind PV-Anlagen auf den Dächern bei Neubauten verpflichtend und werden auch entsprechend in Rondorf Nord-West umgesetzt. Somit hätte Rondorf Nord-West auch in diesem Punkt einen Modellcharakter für andere zukünftige Quartiere.

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