Dienstag, 09 November 2021 09:38

Teilverlegung des Galgenbergsees läuft planmäßig

Mit der Einrichtung der Baustelle haben Anfang August die Arbeiten für die Teilverlegung des Galgenbergsees begonnen. Drei Monate später blickt Gabriel Bogitschev, Bauleiter der ausführenden Bauunternehmung AMAND, sichtlich zufrieden über das Gelände. „Wir liegen zurzeit gut im Plan, das Wetter und die Maschinen haben uns dabei geholfen“, resümiert Bogitschev.

Seit 1992 ist der Diplom-Ingenieur in Diensten der traditionsreichen Bauunternehmung aus Ratingen. In Rondorf organisiert er mit seinem österreichischen Kollegen Uwe Siding das spektakuläre Projekt. Vor seinen Augen bewegen derzeit bis zu neun große Baumaschinen jeden Tag bis zu 14.000 Kubikmeter Lehm, Kies und Sand. In einer beeindruckenden Choreografie sorgen die Männer in den Führerhäusern dafür, dass gewaltige Erdmassen verlagert werden.

Der fünf Hektar große Galgenbergsee wird flächenerhaltend verlegt, um zusätzliche Flächen im Nordosten des geplanten Wohnquartiers zu gewinnen und einen aktiven Schallschutz für die zukünftige Wohnbebauung gegen die im Norden verlaufende BAB4 A4 zu ermöglichen. So gibt es auch ausreichend Platz für eine Anbindung des Quartiers mit Radwegen und Erschließungsstraßen an Hochkirchen.

Erster praktischer Schritt zu Rondorf Nord-West

„Dieses Teilprojekt ist das erste, konkrete Ergebnis in der Umsetzung des Großprojektes Rondorf Nord-West, in dessen Rahmen unter anderem ein neues Wohnquartier mit rund 1300 Wohneinheiten geschaffen wird“, erklärt Amelis-Geschäftsführer Michael Buchholz,
„Die Verlagerung des Sees ist mit einer ökologischen Aufwertung durch eine Reihe von Rekultivierungsmaßnahmen verbunden“, erläutert AMAND-Geschäftsführer Norbert Amand. Der Galgenbergsee ist in den 1940er Jahren als Abgrabungsgewässer durch den Kiesabbau durch Grundwassereinstrom entstanden.

Bis zu 40 Angestellte des Bauunternehmens AMAND, das mit dem Immobilienunter-nehmen Aurelis das Joint-Venture AMELIS bildet, begleiten in Spitzenzeiten die See-verlegung. Die AMAND-Mitarbeiter können bei dem Projekt auf einen reichen Erfah-rungsschatz aus ähnlichen Projekten (u.a. beim Bau der Bundesautobahnen A46 und A44) zurückgreifen. Der gesteckte Zeitplan ist eng und stellt hohe Anforderungen an die Baustellenlogistik.

Logistische Herausforderung

Im Rahmen der Seeverlegung werden insgesamt rund 560.000 Kubikmeter Boden, Kies und Sand bewegt. Zum Einsatz kommen dabei u.a. ein 130 Tonnen schwerer Seilbagger und eine ganze Palette schwerer Baufahrzeuge und Planierraupen, die aus ganz Deutschland nach Köln gebracht wurden. „Der Seilbagger wurde in drei Transporten über einen Zeitraum von rund zwei Wochen nach Köln gebracht, vor Ort wurden dann Grundgerät und die Komponenten wie Laufwerke, Ausleger, Gegengewicht und Hub-seile montiert“, erklärt Gabriel Bogitschev.

Die Bauarbeiten müssen zum Frühjahr 2022 erledigt sein, weil die RheinEnergie die im Umfeld befindlichen Brunnen termingerecht wieder in Betrieb nehmen wird. Denn ei-ne der Vorgaben für die Seeverlegung lautet: Diese darf nur in der Zeit stattfinden, in der die RheinEnergie wegen eines parallelen Sanierungsprojekts ihre Fassungsanlagen für Grundwasser im Einzugsbereich abschaltet. Das war Grundlage für die Arbeiten am See. Ein umfassendes Grundwasser-Monitoring von Gutachtern begleitet das Projekt während der gesamten Bauzeit.

„Tag der Offenen Tür“ im neuen Jahr

Die ursprünglich im Herbst geplante Baustellenbesichtigung mit einem „Tag der Offe-nen Tür“ für die interessierte Öffentlichkeit ist aufgeschoben, aber nicht aufgehoben. Aufgrund der günstigen Arbeits- und Witterungsbedingungen hatte die Baustelle Vor-rang, aktuell wird ein Termin Anfang des nächsten Jahres avisiert. Investor AMELIS wird über diesen Termin noch zeitnah informieren.

Im Anschluss an die Teilverlegung und Verfüllung folgt die Rekultivierung des Geländes Nach Abschluss der Maßnahme wird der See weiterhin nicht öffentlich zugänglich sein, die Baumaßnahme wird mit der Errichtung einer Aussichtsplattform abgeschlossen.

Um die Lärm- und Staubemissionen in Grenzen zu halten, wurde ein entsprechendes Schutzkonzept erarbeitet. Transporte werden weitestgehend von Westen über die rund sechs Meter breite Baustraße abgewickelt, so dass bestehende Straßen nicht in Mitleidenschaft gezogen oder zeitweise beschränkt nutzbar sein werden.

Entgegen der ersten Überlegungen bleibt die Radwegeverbindung „Am Höfchen“ nach Norden offen. Es kann jedoch während der Bauphase durch den Baustellenverkehr zu kurzzeitigen Sperrungen des Radweges in Richtung A4 kommen.

 

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